

Man sagt oft, die beste Form des Recyclings sei die Wiederverwendung. Die Organisatoren der Olympischen Spiele 2020 in Tokio nahmen diesen Gedanken ernst. Sie planten, aus recyceltem Elektronikschrott, darunter auch Mobiltelefonen, wiederverwertetes Bronze, Silber und Gold für die Medaillen der Olympischen und Paralympischen Spiele zu verwenden.
Die Organisatoren starteten das Projekt im Jahr 2017. Ihr Ziel war es, 30.3 kg Gold, 4,100 kg Silber und 2,700 kg Bronze zu sammeln. Laut den Organisatoren war das Projekt auf Kurs, diese Ziele bis März 2019 zu erreichen.
Japanische Unternehmen und Privatpersonen lieferten das recycelte Metall. Zusammen steuerten sie rund 48,000 Tonnen ausrangierter Geräte bei, darunter mehr als fünf Millionen gebrauchte Mobiltelefone.
Als Ergebnis sollte jede Bronze-, Silber- und Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio aus recycelten Mobiltelefonen und anderem Elektronikschrott stammen.
Alle modernen Mobilgeräte enthalten Gold, wenn auch nur in geringen Mengen. In einem durchschnittlichen Smartphone entspräche der Goldgehalt etwa einem Pfund. Sammelt man jedoch eine große Anzahl von Handys, so gewinnt das Edelmetall deutlich an Wert. Rund 41 Handys ergeben etwa ein Gramm Gold.
Die Organisatoren von Tokio 2020 erklärten in einer Stellungnahme, dass die bereits gespendeten Geräte die restlichen Metallmengen liefern könnten, die zur Herstellung aller olympischen und paralympischen Medaillen benötigt werden.
Das war ein bemerkenswerter Erfolg. Zum Vergleich: Nur etwa 30 % des Silbers und Bronzes, das bei den Medaillen der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro verwendet wurde, stammten aus recycelten Materialien.
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